Daten & Fakten

Bevölkerung, Lage & Infrastruktur

Mit einem nominalen BIP von 1,989 Milliarden US$ (2018) stellt Kanada die elftgrößte Wirtschaftsnation weltweit dar. Die Kombination aus seiner immensen Fläche von 9,9 Millionen km2 und knapp 37 Millionen Einwohnern macht Kanada zeitgleich zum zweitgrößten und zum am wenigsten dicht besiedelten Land der Welt. Die First Nations stellen etwa 1 Million Einwohner dar.

Kanadas offizielle Amtssprachen sind sowohl Englisch als auch Französisch, wenn auch Französisch außerhalb Québecs nur von Minderheiten gesprochen wird.

Die größten Städte sind Toronto mit 2,8 Millionen, Montréal mit 1,7 Millionen und Calgary mit 1,2 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt Kanadas ist Ottawa, wo knapp 950.000 Menschen leben; direkt danach kommt Vancouver mit 650.000 Einwohnern.

Die fünf unterschiedlichen Zeitzonen, die zwischen Ost- und Westküste des Landes liegen, sprechen für die Weite Kanadas, innerhalb derer beste Flugverbindungen angeboten werden. Der meistbesuchteste Fluhafen ist der Toronto Pearson International Airport, der Kanada mit vielerlei Städten weltweit verbindet.

Politisches System

Kanada teilt sich in 13 Provinzen und Territorien. Das politische System des parlamentarisch-demokratischen Bundes und der parlamentarischen Monarchie orientiert sich am Westminster-System.

Das Regierungssystem Kanadas ermöglicht die Verteilung von Kompetenzen auf die provinzielle und territoriale Regierungsebene in vielerlei Hinsicht: Gesundheitswesen, Bildungswesen, Kultus und die Nutzung natürlicher Ressourcen werden lokal verwaltet. Auf vielen Ebenen besteht außerdem finanzielle Unabhängigkeit. Größtenteils wird – zusätzlich zur kanadischen – eine provinziell je unterschiedliche Einkommenssteuer erhoben; auch erlaubt sich jede Provinz eine eigene Gesetzgebung in Sachen Alkohol und Glücksspiel.

Die Organisation der Justiz ist von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Das Justizsystem Québecs etwa basiert auf dem „Code civil“ Frankreichs, während anglophone Provinzen sich an das britische „Common law“ anlehnen. Im Arbeitsrecht findet man Unterschiede in bestimmten Bereichen: So basieren einige Entscheidungen auf dem kanadischen Arbeitsrecht, während andere der provinziellen Gerichtbarkeit unterliegen.

Forschungslandschaft

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Forschungsproduktion (gemessen an der Veröffentlichung wisschenschaftlicher Artikel) Kanadas stetig angewachsen. Kanadas nationaler Forschungs-Rat (National Research Council, NRC) ist nicht nur im eigenen Land, sondern auch eine weltweit führende Forschungseinrichtung für Wissenschaft und Technologie und sorgt für die Verbreitung von Technologieentwicklungen und Informationen. Der marktorientierte Fokus der Organisation widmet sich der Verbesserung der Lebensstandards aller Menschen durch Forschung; umgesetzt wird dieses Ziel in Büros in fast allen großen Städten des Landes. 2015 wurden 1,6% des BIP in Forschung und Entwicklung investiert (im Vergleich zu noch 1,9% im Jahr 2006).

Forschung und Entwicklung werden auch in Spitzenuniversitäten vorangebracht, wovon die besten in der U15 Group of Canadian Research Universities (kurz U15) zu finden sind. Die Mitglieder der U15 repräsentieren 80% der kanadischen Forschung, was mit einem Umsatz von etwa 36 Billionen CAD zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beiträgt.

Einrichtungen wie MITACS unterstützen die Verknüpfung von Hochschulen, Industrie und der Welt, indem sie internationale Studierende bei sich begrüßen oder Stipendien für kanadische Studierende vergeben, damit diese im Ausland forschen können.

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