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60 Bayer in Québec und 40 Québecer in Bayern: Die Kooperation mit Bayern, eine der erfolgreichsten für Québec

19.11.2010



Montréal, 18. November 2010. Unter den wichtigsten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Treffen finden derzeit zwischen Bayern und Québec statt: Vertreter beider Regionen nehmen verstärkt an gegenseitigen Industriebesuchen, Forschungsvereinbarungen und Geschäftspartnerschaften teil. Eine gewaltige, 60 köpfige Delegation aus Bayern besuchte Québec vom 10. bis zum 13. November, während 40 Québecer vom 20. bis 22. November nach Bayern reisen. Unterdessen plant eine beidseitige Arbeitskommission die bilaterale Kooperation für die 2 nächsten Jahre und untersucht etwa 50 Austausch- und Partnerschaftsprojekte.

"Auch wenn die Bayern-Québec Beziehungen bereits seit 21 Jahren bestehen, unterstreicht Daniel Curio, Leiter der Bayerischen Vertretung in Québec, spürt man derzeit einen starken Willen, all die Möglichkeiten und Potentiale unserer beiden Regionen auszunutzen. Unsere Projekte decken ein breites Spektrum an Aktivitäten ab, von Life Science bis zu Luft- und Raumfahrt, über Verwaltung, Politik, Jugend, Kultur und Gesellschaft."
 
Während des jüngsten Besuchs der bislang stärksten Delegation aus Bayern in der Geschichte dieser bilateralen Beziehung konnten mehrere Vertreter der Luft- und Raumfahrtindustrie unter anderem die Montréaler Niederlassungen von Unternehmen wie Bombardier Aerospace, Pratt & Whitney Canada, CAE, Héroux-Devtek, Liebherr-Aerospace Canada und des kanadischen Raumfahrtsbüros. Forscher im Bereich Kompositmaterialien konnten auch die École Polytechnique besuchen. "Es waren erfolgreiche Treffen, so Daniel Curio, und es wäre durchaus zu erwarten, dass wichtige Abkommen in den nächsten Monaten unterzeichnet werden."
 
Zum Teil bestand die Delegation auch aus Vertretern der Medizintechnik, welche bereits ein Viertel der existierenden Kooperationsprojekte darstellt. Die Gruppe war vom Empfang der Universitätskliniken Sherbrooke, Montréal, McGill und der Kinderklinik Ste Justine sehr beeindruckt, sowie von der Qualität der Einrichtungen und der verschiedenen Programme, die zusammengeführt werden könnten – u.a. im Bereich der medizinischen Bildgebungserfahren.
 
"Zwei wichtige Abkommen wurden während des bayerischen Besuches unterzeichnet, verkündet Daniel Curio. Das erste zwischen den Universitäten Laval und Erlangen im Rahmen der Kooperation zwischen INO und dem Bayerischen Laserzentrum, mit dem Ziel, die wissenschaftliche Forschung in der Entwicklung und Anwendung optischer Technologien in gemeinsamen Interessensfeldern beider Partner zu unterstützen. Das andere wurde zwischen der École nationale d'Aérotechnique (ÉNA) in St-Hubert und der Hochschule Augsburg über Bildung und technologische Forschung abgeschlossen, um Schüler- und Lehreraustausch, sowie den Austausch von Lehrmaterial zu förden."
 
In den nächsten Monaten werden Gespräche und Arbeitssitzungen voraussichtlich auch über Elektromobilität (Elektrowagen), Photonik und Videogames stattfinden. "Québec hat auch in Sachen organisierte Kriminalität eine starke Expertise, und wir werden daraus bereits ab 2011 profitieren können", sagt Daniel Curio abschliessend.
 
Für Informationen und Interviews:   
Marie Morneau, ARP
Téléphone Montréal : 514-448-1670 -Québec : 418-5780-1994