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Aktuelles

Bayerische Exportwirtschaft zurück auf der Erfolgsspur

09.09.2010



München (30.08.2010) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil zu den bayerischen Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2010: „Die Exportwirtschaft hat sich in den ersten sechs Monaten von den scharfen Einbrüchen des vergangenen Jahres erholt. Die Ausfuhren lagen insgesamt deutlich über dem Niveau des Krisenjahres 2009. In den Monaten Mai und Juni wurde das Vorjahresniveau bereits wieder um mehr als ein Viertel übertroffen. Wir sind auf die Erfolgsspur zurückgekehrt.“ Die guten Außenhandelszahlen (s. auch rechts im Anhang) seien nicht zuletzt das Resultat der aktiven, exportorientierten bayerischen Wirtschaftspolitik. Es habe sich ausgezahlt, am bayerischen Erfolgsmodell mit dem Export als starkem Standbein festzuhalten. Die vermeintlichen Experten, die zu einer Abkehr vom Exportgeschäft geraten haben, seien bereits im Jahr eins nach der Krise Lügen gestraft worden.
 
Der derzeitige Exportboom sei wegen der labilen Konjunktur der USA, der drohende Überhitzung in China und der nach wie vor brisanten Überschuldung einiger Staaten der Europäischen Union aber nicht frei von Risiken. „Wir dürfen uns nicht allein auf unsere Exportwirtschaft verlassen. Um das Wachstum auf breitere Schultern zu stellen, ist es deshalb nötig, auch der Binnenkonjunktur mehr Schub zu verleihen“, so Zeil. Das dürfe natürlich nicht heißen, die moderate Lohnpolitik der letzten Jahre über Bord zu werfen. Damit würde lediglich die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft geschwächt. Zur Stärkung der Binnenwirtschaft komme es vielmehr darauf an, durch geeignete Reformen Investitionen im Inland zu steigern, Innovationen voran zu treiben, die Arbeitsmärkte zu modernisieren und die Kostenbelastung der Wirtschaft zu begrenzen. Die laufende Diskussion um die finanzielle Doppelbelastung der Kernenergie sei in diesem Zusammenhang kontraproduktiv.
 
Die bayerischen Ausfuhren sind im ersten Halbjahr 2010 insgesamt um 16,4 Prozent gegenüber 2009 gestiegen, die Importe um 17,7 Prozent. In der Summe hat Bayern in den ersten sechs Monaten des Jahres Güter im Wert von 68,8 Milliarden Euro exportiert und im Gegenzug Waren für 62,3 Milliarden Euro importiert.

Quelle: Außenwirtschaftsportal Bayern