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EU-Förderung in Millionenhöhe: LMU-Neurologe koordiniert ein internationales Forschungsprojekt zu seltener neurodegenerativer Erkrankung

07.02.2012



Unter Federführung von Prof. Dr. med. Thomas Klopstock (Friedrich-Baur-Institut an der Neurologischen Klinik, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München) und mit Unterstützung durch die Bayerische Forschungsallianz (Dr. Florence Gauzy) ist es dem internationalen Konsortium TIRCON gelungen, eine EU-Förderung in Höhe von 5,2 Mio. EUR über vier Jahre zur Erforschung einer seltenen neurologischen Krankheit einzuwerben.

TIRCON („Treat Iron-Related Childhood-Onset Neurodegeneration“) widmet sich der Erkrankungsgruppe „Neurodegeneration with Brain Iron Accumulation“ (NBIA). NBIA ist durch Eisenablagerung im Gehirn gekennzeichnet. Es ist eine meist in der Kindheit beginnende und sehr schwer verlaufende neurologische Krankheit. Noch ist wenig darüber bekannt, nicht zuletzt weil NBIA so selten auftritt, dass aussagekräftige Daten schwer zu gewinnen sind. Mit dieser Förderung durch das 7. Forschungsrahmen-programm der Europäischen Union ist es jetzt möglich, neue Wege zu gehen. (...)

Im Zentrum des Projekts steht eine multizentrische klinische Therapie-Studie mit der Eisenbindenden Substanz Deferiprone, die an sechs Kliniken in Europa und Nordamerika durchgeführt wird. Der Hersteller von Deferiprone, das kanadische Unternehmen ApoPharma, unterstützt TIRCON in der Durchführung dieser wichtigen Studie.

„Ich freue mich sehr, dass die langjährige bilaterale Kooperation zwischen Bayern und Kanada in den Neurowissenschaften zu einem derartigen EU-Projekt geführt hat“, sagt Martin Reichel, Geschäftsführer der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR). „Aus dieser Kooperation heraus entstand bereits 2010 ein weiteres multinationales Forschungsprojekt im Bereich der seltenen neurologischen Erkrankungen, die European Multidisciplinary Initiative on Neuroacanthocytosis (EMINA), die BayFOR bei der Einwerbung von EU-Drittmitteln ebenfalls unterstützt hat.“

Quelle & Mehr: www.bayfor.org/media/ (pdf)