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Studie zeigt, dass München zu den kreativsten Städten Europas gehört – in direkter Konkurrenz zu Paris, Barcelona und London

14.02.2012



© Rudolf Sterflinger

München zählt zu den zehn Topstädten Europas im Bereich der Kreativ- und Kulturwirtschaft – das ist das Zwischenergebnis einer Studie, die das Kölner Büro für Kulturwirtschaftsforschung aktuell im Auftrag der Metropolregion München durchführt und im Mai 2012 offiziell vorstellen soll. Darin untersucht das Kölner Institut die Aktivitäten europäischer Standorte in wichtigen Sektoren der Kreativ- und Kulturwirtschaft, darunter Architektur, Design, Medien, Werbung, Computerspiele und Software, sowie Unternehmen aus dem Bereich Film, Buch, Musik, darstellende und bildende Kunst.

Mit über 125.000 Beschäftigten in der Kreativwirtschaft belegt die Metropolregion München Platz 8 im europäischen Vergleich und liegt damit weit vor anderen deutschen Städten wie Köln (Platz 16), Berlin (Platz 19) und Hamburg (Platz 35). München steht damit in direkter Konkurrenz zu Städten wie Barcelona, Paris oder London, die die Topplätze in dieser Liste belegen. Zur Metropolregion München wurden die Städte Augsburg, Kaufbeuren, Landshut, Ingolstadt und Rosenheim sowie weitere 21 Landkreise gezählt.

Michael Söndermann, Leiter des Kölner Instituts, zeigt sich überrascht angesichts dieses Ergebnisses: „München und seine Metropolregion sind in dieser Hinsicht eine der stärksten Regionen Europas, aber niemand weiß es bisher.“ Während in Deutschland durchschnittlich 7,6 Prozent aller Unternehmen im kreativen Sektor tätig sind, liegt die Quote in der Münchner Metropolregion bei über 11%. Obendrein hat der Kreativbereich die höchsten Wachstumsraten, was die Beschäftigten angeht.

München werde aber immer noch mit seiner Industrie und insbesondere dem Bau hochwertiger Automobile gleichgesetzt. Söndermann zählt München zu den „extrem dynamischen Regionen“ in Europa, allerdings müsse sich die Metropolregion vor allem nach Außen hin mehr als solche profilieren, um mit der europäischen Konkurrenz weiterhin mithalten zu können.

Quelle: www.sueddeutsche.de