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Der Münchner Kinotechnik-Hersteller ARRI und das Freiburger Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM erhalten für den gemeinsam entwickelten Filmbelichter ARRILASER den »Academy Award of Merit« der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

02.03.2012



Mit dem »Academy Award of Merit« werden jährlich Persönlichkeiten geehrt, die hinter einer technischen Leistung stehen mit der »nachweislich erhebliche Beiträge zur Verbesserung des Filmherstellungsprozesses« erzielt wurden. Für das Design und die Entwicklung des ARRILASERs geht jeweils ein Oscar an Franz Kraus und Johannes Steurer von ARRI sowie an Wolfgang Riedel vom Fraunhofer IPM. Der Laser-Filmbelichter »beweist ein hohes Maß an Ingenieurskunst, die zu einem kompakten, nutzerfreundlichen und wartungsarmen Gerät geführt hat, das gleichzeitig eine herausragende Geschwindigkeit und Bildqualität besitzt«, so die Juroren der Academy.

(...) »Die Idee war, ein Stück Technik zu haben, das in puncto Qualität jedem Hollywood-Anspruch genügt, gleichzeitig aber effizient genug ist, um auch bei knappen Filmbudgets wettbewerbsfähig zu sein«, erklärt ARRI-Geschäftsführer Franz Kraus. Johannes Steurer, Entwicklungsleiter bei ARRI, ergänzt: »Der ARRILASER machte es möglich, alle Features zu einem moderaten Preis anzubieten – und das bei sehr kurzen Aufnahmezeiten. Die Film-Branche konnte dadurch von Aufnahme-basierten Effekten auf die komplette digitale Produktion umsteigen. Der ARRILASER ermöglichte somit erstmals eine digitale Filmbearbeitung im großen Maßstab«. »Auch wissenschaftlich war die Entwicklung des ARRILASERs ein voller Erfolg«, sagt Wolfgang Riedel vom Fraunhofer IPM. »Es gab viele technologische Herausforderungen, die nur gelöst werden konnten, weil Wissenschaftler unterschiedlichster Organisationen beteiligt wurden. Einige signifikante Fortschritte in den Spezialgebieten sind auf dieses gemeinsame Projekt zurückzuführen.«

(...) Heute ist der ARRILASER Industriestandard. Mehr als 280 Geräte sind weltweit im Einsatz, um digitale Filmdaten auf Film zu belichten.

Quelle: www.fraunhofer.de/de/presse/