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Ernst & Young Studie: Trotz Schuldenkrise in Europa setzen Manager weltweit auf den Standort Deutschland - Ausländische Investoren schaffen in Deutschland so viele Arbeitsplätze wie nie zuvor

05.07.2012



Berlin/München [Spiegel.de] - Die europäische Schuldenkrise geht an Deutschland komplett vorbei - jedenfalls in der Bewertung der Investoren weltweit. Internationale Manager bewerten den Standort Deutschland noch besser als im Vorjahr und erwarten sogar, dass die Attraktivität weiter zunimmt. Das zeigt eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young bei Managern von 840 internationalen Unternehmen zur Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa.

Während Westeuropa insgesamt schlechter abschneidet als im vergangenen Jahr, ist die Attraktivität Deutschlands gestiegen: 13 Prozent der befragten Manager bezeichnen Deutschland als einen der drei Top-Standorte weltweit. Die wichtigsten Konkurrenten Deutschlands um die Ansiedlung ausländischer Unternehmen sind demnach nicht die europäischen Nachbarländer, sondern China und die USA. Die Zahl der ausländischen Unternehmen, die im vergangenen Jahr in Deutschland investiert haben, stieg deutlich an. Der Untersuchung zufolge ist die Zahl der Investitionsprojekte um sieben Prozent gestiegen, die neu geschaffenen Jobs legten auf fast 18.000 zu - ein Plus von 43 Prozent.

Bemerkenswert ist die starke Zunahme chinesischer Investitionen: Im Jahr 2011 gab es 45 Projekte chinesischer Firmen - 36 Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie in keinem anderen Land Europas: Jedes dritte Investitionsprojekt chinesischer Unternehmen in Europa wurde in Deutschland umgesetzt.

Besonders gute Noten erhält Deutschland vor allem für die Infrastruktur, das Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte und das soziale Klima. Deutschlands wichtigster Wettbewerbsvorteil ist aus Sicht der befragten Manager (40 Prozent) die hohe Qualität von Forschung und Entwicklung.

Quelle & Mehr: spiegel.de