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Thomas Demand Ausstellung bei DHC/ART, von Januar bis Mai 2013: Sehen Sie das Werk des weltrenommierten Künstler aus München

08.01.2013



©Thomas Demand

DHC/ART hat das Vergnügen, eine Ausstellung zu präsentieren, die sich den Filmen und Videos von Thomas Demand widmet. Der renommierte deutsche Fotograf beleuchtet auf philosophische Weise die Authentizität des „Wirklichen“ und die Schwachstellen des Gedächtnisses. Demand begann seine künstlerische Laufbahn als Bildhauer, heute sind es jedoch seine Fotografien und Filme, die ihm Anerkennung verleihen.

In seiner Arbeit verbindet Demand Fotografie, Architektur und Skulptur. Ausgangsmaterial ist gewöhnlich ein Bild aus den Medien, das ihm als Vorlage für eine lebensgroße dreidimensionale Papier- oder Pappskulptur dient, die er anschließend fotografisch festhält. Diese Fotografien haben, als Abbilder der Skulpturen, einen hohen Wiedererkennungswert, schaffen aber gleichzeitig eine fremdartige Distanz zu den Objekten. In diesem Kontext von besonderer Bedeutung sind die seit langem umstrittenen Ansprüche an die Wahrheit der Fotografie sowie die wertsichernde Qualität der fotografischen Abbildung.

Die faszinierenden Fotografien und Videos von Demand, die jeglicher menschlicher Präsenz entbehren, ziehen uns in den Bann einer Realität, die nicht so ist wie sie scheint. Der Künstler schafft Bilder vom Bild eines Bildes, die damit in dreifacher Hinsicht hinter der Realität zurückbleiben. (...)

[Neben Rain (2008) und Escalator (2001) ist] das Kernstück der Ausstellung von DHC/ART die bemerkenswerte Arbeit Pacific Sun (2012), die auf einem über YouTube verbreiteten Auszug von der Überwachungskamera eines Kreuzfahrtschiffes basiert und sicherlich eines der bislang ambitioniertesten Projekte Demands darstellt. Um die dramatischen Ereignisse im Restaurant des Schiffes zu nachzuzeichnen, welche beinahe zu einer Katastrophe führten, rekonstruiert Demand die Originalszene, in der Stühle, Tische und Menschen von einer Ecke des Raumes in die andere rutschen. In seinem Film gibt Demand alle Bewegungen akribisch wieder, verzichtet aber auf die Darstellung der Menschen. Hunderte von Objekten unterschiedlicher Beschaffenheit schwirren, einer minutiös ausgearbeiteten Choreografie folgend, durch die Luft und erwecken so das verblüffend reale Bild eines Schiffes, das durch hohe Wellen ins Schwanken gerät.

Thomas Demand: Animations wird in Zusammenarbeit mit dem Des Moines Art Center präsentiert. Ein zweisprachiger Katalog mit Texten von Michael Fried, Bruce Sterling und Jeff Fleming, Direktor des Des Moines Art Center, begleitet die Ausstellung.

Samstag, 19. Januar bis Sonntag 12. Mai 2013
DHC/ART Fondation pour l’art contemporain
Eintritt frei

451 & 465, rue St-Jean (angle Notre-Dame, Vieux-Montréal)
+1 5148493742  oder info@dhc-art.org

Kurator: John Zeppetelli

Künstlergespräch mit Michael Fried und Thomas Demand am 17. Januar um 19:00 Uhr im Centre PHI (407, rue St-Pierre)

Quelle & Mehr: dhc-art.org