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Denize Galiao, die 2012 für ihr « Portrait croisé » Lob bekam, erhält den FFF-Förderpreis beim DOK.fest München 2014 für « Im Schatten der Copacabana »

14.05.2014



Denize Galiao Brenner (zweite von links) und Marie Elisa Scheidt (Mitte) zu Besuch in der Bayerischen Vertretung im Frühjahr 2012

Denize Galiao, ehemalige Studentin der Hochschule für Film und Fernsehen München, hat den FFF-Förderpreis 2014 im Rahmen des DOK.fests München, des prestigeträchtigen Dokumentarfilmfestival Bayerns, erhalten. Der Preis kommt mit einem 5000 Euro Stipendium.

Ihr Film Im Schatten der Copacabana porträtiert den Blogger und politischen Aktivisten Ricardo Gama. Obwohl er 2011 Opfer eines Attentats wurde, setzt er seinen Militantismus fort, indem er regelmäßig Blogeinträge schreibt, die die korrupte Kulisse der Stadt Rio de Janeiro und der lokalen Mafia zu Tage bringt. Er stellt sich sogar zur Stadtratswahl.

Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:

"IM SCHATTEN DER COPACABANA ist eine berührende Hommage an einen Einzelkämpfer. Kein Superheld, sondern ein menschlicher Protagonist mit Ecken und Kanten wird hier von Denize Galiao visuell überzeugend portraitiert – ohne dabei Brasilien-Klischees zu bedienen. Der Blogger Ricardo Gama wurde 2011 Opfer eines Attentats und überlebte mit zwei Kopfschüssen. Sein Kampf gegen politische Korruption in Brasilien – dem Land der nächsten Fußball WM – erscheint wie eine Don Quichoterie im kommunalen Wahlkampf der Stadt Rio de Janeiro. Aber er lässt sich nicht durch Drohungen und gesundheitliche Rückschläge entmutigen und stellt das Gemeinwohl über sein persönliches Wohl."

2012 hatte Denize Galiao am Kooperationsprogramm „Portraits croisés“ zwischen l’INIS und der HFF München teilgenommen. In diesem Rahmen hatte sie in Montréal einen Kurzdokumentarfilm gedreht, „Through The Lens Of InkedKenny“, der später in meheren Filmfestivals ausgezeichnet wurde (Link auf Französisch).

Quelle : www.dokfest-muenchen.de