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Deutschland laut OECD erstmals auf Platz Zwei der attraktivsten Einwanderungsländer

12.06.2014



Einkaufsstrasse in Hamburg, Quelle spiegel.de

Die von der OECD im Mai 2014 veröffentlichte Untersuchung  „Migration Policy Debates: Is migration really increasing?“  sieht Deutschland als das zweitbeliebteste Einwanderungsland innerhalb der OECD-Länder. Mit ungefähr 400.000 Zuwanderern im Jahr 2012 sind weitaus mehr Menschen nach Deutschland immigriert als in die klassischen Einwanderungsländer Kanada (258.000) und Australien(245.000). An vorderster Stelle stehen die USA mit mehr als eine Million Zuwanderer  im Jahr 2012.

Thomas Liebig von der Industrieländerorganisation bezeichnet den starken Anstieg von mehr als 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr als einen Boom. Die meisten Zuwanderer kommen aus Mittel-und Osteuropa, einige aber auch aus Südeuropa. Den Grund sieht die OECD darin, dass Deutschlands gute Arbeitsmarktlage vor allem im Vergleich zur schwierigen ökonomischen Situation in den südeuropäischen Ländern sehr attraktiv für viele Einwanderer ist. Die Immigration wird durch den erleichterten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und die innerhalb der EU geltende Personenfreizügigkeit begünstigt.

Im Durschnitt sind die Migranten gut qualifiziert und tragen somit entscheidend zur Reduzierung des Fachkräftemangels bei.
Die Anfang 2014 für Bulgarien und Rumänien eingeführte Personenfreizügigkeit dürfte wohl zu einem weiteren Anstieg der Zahlen führen.

Quellen:
www.spiegel.de
www.oecd.org (pdf)