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Energiestrategie 2016-2025 von Québec - Ein bayerischer Experte am Runden Tisch über Bioenergie

27.05.2015



Prof. Dr. Ing. Jürgen Karl, Friedrich-Alexander Universität | © FAU

Die Regierung von Québec setzt sich dafür ein eine neue Energiepolitik für den Zeitraum 2016-2025 zu definieren, indem sie Bürger und Institutionen aus ihrem Gebiet, aber auch internationale Experten einladen, um mit ihren Erfahrungen zu wichtigen Themen, Herausforderungen und Entwicklungen mit denen diese Politik konfrontiert sein wird beizutragen. Der Runde Tisch, der Expertengruppen aus Québec und dem Ausland vereint, gibt die Möglichkeit über ihre Zukunftsvision der Energie zu diskutieren und ihre Vorschläge einzubringen.

Prof. Dr. Ing. Jürgen Karl von der Friedrich-Alexander Universität in Erlangen hat einen Platz am Expertentisch für Bio-Energie.

Prof. Karl ist Inhaber des Lehrstuhls für Ingenieurenergieprozesse der Universität Erlangen-Nürnberg, Bayern, welche mit dem neuen Energie Campus von Nürnberg (EnCN) zusammenarbeitet. Er koordiniert mehrere europäische Projekte zu Forschung und Entwicklung. Als Gründer des jungen Unternehmens Agnion Energy inc. leitete er die Entwicklung eines Katalysators, eine innovative Technologie zur indirekten Dampfvergasung für die Synthese von Kraftstoffen der zweiten Generation.

Die Expertentische zu erneuerbaren Energien und die Sitzung zur öffentlichen Beratung fanden am Montag, den 30. März 2015 in Shawinigan statt. Um die Videoaufzeichnungen zu sehen (französische und englische Sprache): Bioenergie und Wärmequellen, inklusive Solarenergie und Geothermie. Prof. Karl ist ab 20:58 zu sehen.

Das Ziel der neuen Politik ist es die Vorreiterrolle von Québec im Bereich der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und der Innovation auszubauen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. In diesem Kontext hebt sich Québec in vielerlei Hinsicht ab. Ungefähr 38% des Endenergieverbrauchs kommt aus hydraulischen Quellen (99% des Inlandsverbrauchs), 2% aus Wind und 7% aus Biomasse. Die neue Energiepolitik setzt den Schwerpunkt auf alle diese erneuerbaren Energien - Sonne, Wind, Biomasse, Geothermie usw. Diese primären Energiequellen können benutzt werden, um Strom, Wärme, Dampf, feste Biobrennstoffe und Biokraftstoffe in flüssiger oder in Gasform herzustellen.

Quelle: www.politiqueenergetique.gouv.qc.ca