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Nur Wasser, Hopfen und Malz gehören ins Bier. 2016 wird das bayerische Reinheitsgebot 500 Jahre alt

07.04.2016



Passend zur 500 Jahresfeier hat Ingolstadt neue Autobahnschilder bekommen - Bild via Ingolstadt.de

Der „Tag des Bayerischen Bieres“ am 23. April erinnert jedes Jahr an den Erlass des Bayerischen Reinheitsgebotes vom bayerischen Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt. Bis heute sind Wasser, Malz, Hopfen (und später auch Hefe) die einzigen Rohstoffe, die für die Bierherstellung in Bayern verwendet werden.

Bis heute wird aber auch darum gestritten, wo eigentlich das erste Reinheitsgebot erlassen wurde – so hätte Fürstbischof Heinrich III. in Bamberg, Oberfranken, 27 Jahre davor ein ähnliches Gesetz erlassen... Ebenso soll Friedrich Barbarossa 1156 in Augsburg, Schwaben, auf die Bierqualität bestanden haben.

Wie dem auch sei – heute stehen mehr als 600 der 1350 deutschen Brauereien in Bayern. Die größte Dichte an Sudstätten weist Oberfranken auf, wo es noch zahlreiche Hausbrauereien gibt, die ihr Selbstgebrautes in ihrer Gaststätte ausschenken. 2015 wurden in Deutschland knapp 97 Millionen Hektoliter Bier gebraut, ein Viertel davon in Bayern. Im Durchschnitt trank jeder Bundesbürger 2014 rund 107 Liter Bier.

2016 wird im Freistaat das 500-jährige Bestehen des Reinheitsgebotes gebührend gefeiert. Ingolstadt feiert am 23. April mit einem Tag des Bieres, an dem aus einem Brunnen Bier fließen wird. Am 29. April wird bei Passau die Landesausstellung "Bier in Bayern" eingeweiht: Sie wird zeigen, wie sehr das Bier und die Wirtshauskultur zur bayerischen Lebensart gehören. Vom 22. bis 24. Juli findet am Münchner Odeonsplatz ein Jubiläumsfestival statt. 100 bayerische Brauereien sollen ihre Biervielfalt beweisen. Der Brauerbund rechnet mit 100 000 Besuchern.

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