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Europäisch-Kanadisches Freihandelsabkommen CETA tritt in Kraft

22.09.2017



ec.europa.eu

Die vorläufige Anwendung von CETA konnte ab dem 21. September nach der Zustimmung durch die EU-Mitgliedstaaten im Rat sowie durch das Europäische Parlament starten. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sieht große Wachstumschancen durch das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA:

„Bayern lebt vom freien Handel. Rund die Hälfte unseres Pro-Kopf-Einkommens hängt direkt oder indirekt vom Außenhandel ab. Mit CETA entstehen neue Exportchancen für bayerische Unternehmen. Vor allem für den Mittelstand sehe ich hier großes Potenzial.“

Gleichzeitig betont die Ministerin, dass man jetzt den Welthandel weiter vorantreiben müsse.

„Mit CETA ist ein sehr gutes Abkommen zustande gekommen. Unsere hohen Schutzniveaus, etwa im Bereich Umwelt oder Soziales, bleiben nicht nur erhalten, gemeinsam mit den Kanadiern können wir sogar höhere Standards einführen“, so Aigner. CETA könne daher auch als Blaupause für weitere Handelsabkommen dienen. Die Ministerin weiter: „Protektionismus nutzt niemandem. Deswegen müssen wir für offene Märkte und gleiche Spielregeln für alle eintreten.“

 

Was bewirkt CETA?

Ab dem 21. September schafft Kanada die Zölle auf 98 Prozent aller zwischen der EU und Kanada gehandelten Waren (nach Zolltariflinien) ab. Durch das Abkommen werden die Unternehmen in der EU jährlich 590 Mio. Euro einsparen, die derzeit als Zölle auf Warenausfuhren nach Kanada fließen. Doppelte Prüfanforderungen für Waren, langwierige Zollverfahren und hohe Rechtskosten fallen auch weg.

Unternehmen in der EU erhalten Zugang zu öffentlichen Aufträgen in Kanada, auf Bundesebene sowie auch in den Provinzen und Kommunen.

Die EU hat ihren Markt für bestimmte Konkurrenzprodukte aus Kanada in beschränktem Umfang behutsam weiter geöffnet. Gleichzeitig wird der Zugang zum kanadischen Markt für Käse, Wein und Spirituosen, Obst und Gemüse sowie verarbeitete Erzeugnisse verbessert. Durch CETA werden in Kanada außerdem 143 sogenannte geografische Angaben der EU für hochwertige regionale Lebensmittel und Getränke geschützt.

Auch die 500 Millionen Verbraucher in der EU werden vom CETA-Abkommen profitieren: größere Auswahl an Waren und Dienstleistungen, aber nur wenn sie mit den EU-Vorschriften voll und ganz konform sind. Das Abkommen ermöglicht Beschäftigten in Unternehmen mehr Mobilität und einen Rahmen zur gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen – vom Architekten bis zum Kranführer – vorgeben. Mehr lesen (Webseite der Europäische Kommission)

www.stmwi.bayern.de