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Erfolgsgeschichten



A.S.T.


Die Union Pacific GP38-2 (USA), welche bereits das A.S.T. System benützt - Bild von flickr.com, NorthShoreRailFan
Die Union Pacific GP38-2 (USA), welche bereits das A.S.T. System benützt - Bild von flickr.com, NorthShoreRailFan

Angewandte System Technik GmbH (A.S.T.) ist ein mittelständisches, bayerisches Unternehmen mit Hauptsitz in Wolnzach, spezialisiert auf Energieeinsparungs- und Prüfungssysteme für verschiedene Industriebranchen. Eines der Schlüsselgeschäftsfelder ist die Bahntechnik. Hier hat A.S.T eine Vorheizanlage für Lokomotiven entwickelt, die es dem Zugbetreiber ermöglicht, bei Stillstand das Fahrzeug frostfrei abzustellen und den Motor warm zu halten. Dadurch erst wird das An- und Abschalten des Motors bei Kälte ermöglicht. Dieses Produkt hat sich bereits in Europa und Russland bei verschiedenen Projekten bewährt. Das Ziel ist dabei den ansonsten notwendigen Leerlauf - das „Idling“ - zu vermeiden und dabei den Dieselverbrauch zu senken. In der Tat ermöglicht dieses System im Winter Einsparungen von über 14.000 Liter Diesel pro Monat, was einer Einsparung von über 45.000 Tonnen Treibhausgasen entspricht.

A.t.pngA.S.T. war seit mehreren Jahren am kanadischen Markt interessiert. Der Marktzugang stellte sich aber als nicht einfach heraus. „Wir hatten schon erste Kontakte nach Kanada, aber die Gespräche befanden sich in einem sehr frühen Stadium. Im Jahr 2009 haben wir dann an einer Delegationsreise des Bayerischen Wirtschaftsministeriums teilgenommen und dabei wertvolle Informationen sammeln können. Die Bayerische Vertretung in Québec hat uns im Anschluss an die Reise betreut und schliesslich aufgrund ihrer guten Vernetzung vor Ort, die entscheidenden Kontakte hergstellt," erzählt Herr Matthias Boeck, Vorstand von A.S.T. "So kamen wir mit den richtigen Personen bei Canadian Pacific Railway (CPR) ins Gespräch und bekamen auch gleichzeitig die Information, dass das Québecker Transportministerium MTQ im Rahmen eines Energieeffizienzprogramms das Projekt fördern könnte. Damit konnten wir den Kunden schliesslich überzeugen."

Die ersten Tests wurden im Winter 2010-2011 erfolgreich durchgeführt. Aus diesem Grund hat sich CPR im Mai 2011 entschieden, im Lauf der kommenden Jahre bis zu 400 ihrer Lokomotiven mit dem AST-System auszurüsten. Weitere Tests mit einem anderen Loktyp waren ab August 2011 unternommen. Bei einem erfolgreichen Verlauf sollten nochmals 700 weitere Systeme eingeführt werden können.

"Allein die Einsparungen beim Treibstoffverbauch führen dazu, dass sich die Investition der Firma nach nur einem Jahr bereits rentiert! Nach unserem gelungenen Markteinstieg bei CPR hoffen wir natürlich auch auf neue Kunden in Nordamerika," freut sich Herr Boeck.