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Erfolgsgeschichten



Bayern idealer Standort für die Produktion „grüner LEDs“



Das kanadische Technologie-Unternehmen Tesla Digital gründet einen Produktionsstandort im unterfränkischen Mömbris. Das 2010 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz im kanadischen Windsor (Ontario) und beschäftigt dort 130 Mitarbeiter. Am bayerischen Standort sollen zunächst 30 Mitarbeiter eingestellt werden. Für die bayerische Wirtschaft ist Kanada ein interessanter und langjähriger Wirtschaftspartner. Im Jahr 2010 lag das bilaterale Handelsvolumen zwischen Kanada und Bayern bei rund 1,9 Milliarden Euro. Über 1 200 bayerische Firmen unterhalten Geschäftsbeziehungen mit kanadischen Unternehmen.

Invest in Bavaria hat sich mit Steve Pokrajac, Geschäftsführer der deutschen Tesla Digital, über die Besonderheiten seines Produkts unterhalten.

Tesla Digital wirbt mit dem Begriff „grüne LEDs“ – was machen Sie anders als andere?
Wir haben eine einzigartige Technologie entwickelt, durch die enorme Energie eingespartwerden kann. Wir halten die LEDs kalt, sodass es keine Wärmeentwicklung gibt.Außerdem können wir ohne Transformatoren arbeiten. Von 30 Volt bis 600 Volt können wir unsere LEDs direkt anschließen und damit Leuchtkraft- und Lichtqualitätsverlust vermeiden.

In welchem Bereich ist der Einsatz von LEDs am kompliziertesten?
Die schwierigste Herausforderung ist, wenn Designer besondere Lampen mit filigranen Elementen entwerfen und hier ein spezielles Design verlangt wird. Aber selbst hier sind wir sehr flexibel, da wir in unserem Werk alles selbst produzieren.

Welche Rolle können LEDs spielen, um die Energiewende zu begleiten?
Nicht die LEDs, die man aus China kennt, sondern hochwertige LEDs spielen eine große
Rolle – zusammen mit unserer Technologie, welche die LEDs zum Leuchten bringt.

Können Sie ein Beispiel nennen?
Eine Straßenleuchte, die zurzeit 80 Watt und mit Transformator insgesamt sogar ca. 150 Watt verbraucht, wird durch unsere Technologie zwischen 8 und 12 Watt benötigen. Wenn man bedenkt, dass 25 bis 30 Prozent der Energie im Lichtbereich verbraucht werden, ist die große Bedeutung für die Energiewende klar.

Warum bauen Sie Ihren neuen Produktionsstandort in Bayern und produzieren
nicht lieber in Billiglohnländern?

Erstens bevorzuge ich den Standort, da ich schon lange hier lebe. Zweitens ist Bayern sehr flexibel, setzt sich für neue Technologien ein und wird, so hoffe ich, auch bald unsere Leuchtsysteme nutzen. Eine Produktion in Billiglohnländern zahlt sich nicht aus. Was nützt der Billiglohn, wenn darunter die Qualität leidet. Viele denken hier verkehrt!

Quelle: Invest in Bavaria