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Wussten Sie dass...



Lebkuchen


Echter Nürnberger Lebkuchen
Bild wikipedia.org

Hinter den Klostermauern Mittelfrankens begann der Siegeszug der würzigen Backware Ende des 14. Jahrhunderts. Fränkische Nonnen und Mönche setzten das im belgischen Dinant erfundene Naschwerk auf ihren Speiseplan und produzierten es in abgewandelter Form als nahrhafte Wegzehrung für Wallfahrten. Die würzige Süßigkeit kam gut an. So dauerte es nicht lange, bis sich Bäcker außerhalb der Klostermauern auf die Herstellung des Oblaten-Fladens spezialisierten. Der Beruf des „Lebküchners“ entstand, und bald wurde ihnen die Ehre einer eigenen Zunft zuteil. 1643 erkannte der Rat der Stadt Nürnberg das Handwerk offi ziell an. Seit 1996 tragen die Nürnberger Lebkuchen europaweit das Siegel „geschützte geografische Angabe“.

Die lange Tradition und den weltweiten Ruhm verdankt Nürnberg als Dreh- und Angelpunkt der Lebkuchenherstellung seinen historischen Standortbedingungen: Durch die verkehrsgünstige Lage der alten Reichsstadt zu den Handelsstraßen und durch die blühende Zeidlerzunft mit Imkereien in den umliegenden Wäldern hatten fränkische Bäcker die Rohstoffe und Absatzmärkte praktisch direkt vor der Nase. Sechs Jahrhunderte nach seiner Erfindung liegt der Lebkuchen immer noch im Herzen der bayerischen Adventszeit. Heute prägen Lebkuchen das Bild von Nürnberg im In- und Ausland.

Mehr: www.lebkuchen.nuernberg.de