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Dirndl und Lederhose: Trachten und Tradition


Dirndl und Lederhose
© Rolf Hicker, www.hicker.de

Zur Bekleidung der Männer gehören bei der bayerischen Tracht traditionell die mit Hosenträgern gehaltene Lederhose, der gerade geschnittene hüftlange Janker aus gewalkter Schafwolle, der Steyrer oder Tegernseer Hut, sowie seitlich geschnürte Schuhe.

Frauen tragen ein Dirndl mit engem, tailliertem Leibchen oder Mieder und weitem Rock, über einer Bluse und gedeckt mit einer Schürze. Je nach Herkunftstal sind die Farben oder Stickereien unterschiedlich. Der Familienstand der Trägerin bedingt auch die Art ihres Schürzenknotens.

Ohne die 800 Trachtenvereine, die die Trachten als Vereinsuniform pflegen und somit diesen Teil der bayerischen Kultur aufrechterhalten, gäbe es vielleicht heute keine Tracht mehr - schon im 19. Jahrhundert wurde sie nur noch selten getragen. Zu dieser Zeit erfand übrigens der Oberfranke Levi Strauss in Kaliforniern das Volkskleidungsstück unserer Zeit erfand, die Jeans.

Kurioses zur Lederhose: Heimweh nach Bayern hatte der emigrierte Schriftsteller Oskar Maria Graf zeit seines Lebens in New York. Deshalb trug er konsequent bis zu seinem Tod 1967 Lederhose in Manhattan.

 

Bild: © Rolf Hicker, www.hicker.de

Quelle: Mathias Vogt, 'Kultbuch Bayern',
Kometen Verlag GmbH, Köln