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Bayerische Bierkultur: Jahrhundertelange Tradition


Hopfenanbau

Deutschland zählt zu den 3 wichtigsten Hopfenproduzenten weltweit. Über 80% der deutschen Hopfenproduktion werden jedoch in der Hallertau erzeugt, einer Region inmitten des Freistaats, zwischen den Städten Freising, Schrobenhausen, Ingolstadt und Landshut . Der Hopfenanbau ist dort seit dem 8. Jahrhundert belegt. Mit 14.200 Ha, die von 1.251 Pflanzerbetrieben bewirtschaftet werden, ist die in 14 Siegelbezirke unterteilte Hallertau das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.Tatsächlich liegt ihr Anteil am Weltmarkt bei über 30%.

Das bayerische Reinheitsgebot wurde 1516 von Herzog Wilhelm IV. von Bayern erlassen: damit wurde erstmals verordnet, dass beim Bierbrauen nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser verwendet werden dürfen. Es handelt sich um das älteste Nahrungsmittelgesetz Europas.  Als Bayern 1871 dem Deutschen Reich beitrat, wurde durchgesetzt, das Reinheitsgebot beibehalten zu dürfen. Ab 1906 wurde dann das Bayerische Reinheitsgebot im gesamtem Deutschen Reich verbreitet, was unter anderem mehrere regionalen Biersorten, wie z.B. das traditionelle Kirschbier im damaligen Norddeutschland, verdrängte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Reinheitsgebot in das moderne Biersteuergesetz eingegliedert und etwas gelockert: Für untergäriges Bier waren Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser als Zutaten zugelassen. Für obergäriges Bier waren auch weitere Malzsorten sowie definierte Zuckerarten und Farbstoffe erlaubt.

Quelle & Mehr: wikipedia.org/Hallertau,
wikipedia.org/Reinheitsgebot