Wussten Sie dass...

Der Biergarten


Biergarten Waldwirtschaft München - flickr
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Der Biergarten gehört zu Bayern wie die Berge und die Zwiebeltürme. Kein Ort kommt ohne diesen gemütlichen Freiluft-Treffpunkt aus. In München, wo es 110 'offizielle' Biergärten gibt, gehört zum Biergarten auch noch das Brotzeitrecht, welches 2012 seinen 200. Jahrestag feierte. Die Biergartenverordnung besagt, dass man in den Biergarten seine Brotzeit, also sein Essen, selbst mitbringen darf, seine Getränke muss man aber vor Ort kaufen.

1812 erließ König Max I. Joseph von Bayern das Gesetz, dass Münchener Brauereien ihr Bier direkt am Entstehungs- bzw. Lagerort verkaufen dürfen, verbat ihnen jedoch gleichzeitig den Verkauf von Essen. Mit diesem Erlass sollte ein lange währender Streit zwischen den Brauereien, die ihr Bier direkt aus ihren Sommerlagern verkauften, und den benachbarten Wirtshausbesitzern, deren Geschäft dadurch litt, beigelegt werden. Auch wenn das eigentliche Brotzeitrecht eine Münchener Regelung ist, wenden es auch viele Biergärten außerhalb Münchens an. Eine typische Brotzeit-besteht aus Brezn, Radi und 'angemachtem' Käse, dem Obazda. Kredenzt werden die Schmankerl auf hölzernen Brotzeitbrettern.

Die wunderschönen 'Gärten' selber entstanden aus der Notwendigkeit heraus, das zwischen Ende September und Ende April gebraute Bier (das Brauen außerhalb dieser Zeit war aus Brandschutzgründen verboten) für den Sommer lagern und kühlen zu müssen. Dafür wurden vor allem in die Münchener Anhöhen Kellergewölbe gegraben. Doch auch der steinerne Schutz vor Wärme erwies sich als zu schwach und so pflanzte man schattenspendende Kastanien über die Lagerräume.

Quelle: www.guide-to-bavaria.com